Achillodynie lautet die Diagnose am Montag bei meiner Sportärztin. Somit habe ich mal wieder eine ereignislose Radwoche, dachte ich. Nachdem mir die Ärztin die Übungen zeigte die ich machen sollte und das radfahren in Maßen empfohlen hatte hob sich meine Stimmung schlagartig. Radfahren als Therapie, genau mein Ding. In Maßen habe ich so interpretiert das ich die exzentrischen Bewegungen des Fußes gepaart mit „leichten“, also langsamen fahrten zur arbeit verband. Die Tips meiner Mitfahrer habe ich ebenso dankend angenommen und meine Sattelstange etwas tiefer im Rahmen versenkt und die Cleats an meinen Schuhen maximal nach hinten versetzt um mit dem Mittelfuß zu fahren. Und siehe da, seit Donnerstag keine Schmerzen mehr und kein geschwollenes Bein. Zwar lässt mich meine Allergie und die damit verbundene verminderte Luftversorgung durch geschwollene Atemwege nicht die Leistung abrufen die ich gewohnt bin, aber hauptsache ich kann überhaupt fahren. Ein erster vorsichtiger Test mit den „großen Jungs“ am Freitag ab Köln nach Bonn mitzufahren hat nicht ganz funktioniert. Ich hatte ja die Kadenz die letzten Tage extrem nach oben geschraubt und bin nur auf kleinem Kettenblatt gefahren um das Bein nicht zu überlasten. Ebenso brachte mich meine der Allergie geschuldete und nach unten versetzte Leistungsfähigkeit bereits die ersten paar Kilometer an meine Grenzen. Die Grenze war dann in Höhe Hersel überschritten und ich musste meine Mitfahrer von dannen ziehen lassen damit ich sie nicht unnötig aufhalte.

Das bedeutet für mich jetzt das ich mich erst einmal wieder etwas aufbauen muss und auf das Ende der Allergiezeit warten muss um wieder voll einsatzbereit mitfahren zu können. Die Unterhaltungen am morgen fehlen einem ja schon.

Streckenmäßig wird gibt es nichts neues zu berichten. Da die Strecke am Rhein an der Sondermülldeponie Leverkusen jetzt zu ist, fahre ich halt die nicht so schöne Strecke über Leverkusen Opladen.

Der extrem gefährliche weil rutschige Weg an der Kölner Rheinuferpromenade ist in Höhe alter Fischmarkt bis Deutzer Brücke „provisorisch“ mit Teer abgedeckt. Obwohl die Kölner Verwaltung den Rad- und Gehweg selbst nach Begehungen durch ebendiese bisweilen immer als absolut verkehrssicher einstufte, hat sie sich doch endlich einmal durchgerungen uns Radfahrer nicht der Reihe nach stürzen zu lassen. Ich kenne fast niemanden der sich da nicht schon einmal mit dem Rad Filmreif abgelegt hat. Das dieser Zustand jetzt aber mehrere Jahre anhalten soll, ist jetzt ein wenig unbefriedigend. Denn der Wechsel von einem rutschigen zu einem holprigen und löchrig geflickten mit Teer abgedeckten Weg trägt jetzt nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Sicherheit bei. Denn es wurde einfach nur Teer über die unebenen und löchrigen Platten geschmissen und gewalzt. Bereits am ersten Tag war die Teerdecke so uneben das ich stellenweise Mühe hatte die Spur zu halten. Wie sage ich immer:

Gut gemeint ist das absolute Gegenteil von Gut gemacht!

Und ich kann der Kölner Verwaltung und dem ausführenden Unternehmen nur bescheinigen: „Sie haben es ja nur gut gemeint!“.